Ablauf der Gütesicherung

Die Abbildung gibt einen Überblick über den grundsätzlichen Ablauf der Gütesicherung. Erläuterungen werden durch Anklicken der einzelnen Elemente angezeigt.

Ablauf der Gütesicherung - AS Düngung Gütezeichennehmer Prüfzeugnisse Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) Probenehmer Prüfbeauftragten Prüflabore Bundesgüteausschuss (BGA)

Anerkennungsverfahren

Das Anerkennungsverfahren wird durchgeführt, um das Gütezeichen zu erlangen. Es beginnt mit der Bestätigung des Antrags auf Gütesicherung durch die BGK und dauert in der Regel 1 Jahr.
Im Anerkennungsverfahren hat der Antragsteller folgende Nachweise zu erbringen:

  • Antrag auf Gütesicherung
  • Stammdaten der Verwertung
  • Stammdaten der teilnehmende(n) Kläranlage(n)
  • Prozessmodell Verwertung, Muster der verwendeten Düngebedarfsrechnung und Muster düngemittelrechtlichen Kennzeichnung
  • Analysenergebnisse nach Klärschlammverordnung (AbfKlärV) aus den letzten 3 Jahren
  • Ergebnisse der im Anerkennungsverfahren durchzuführenden Untersuchungen der Klärschlämme
  • Prüfbericht der Verwertung
  • Selbsterklärung von Unterbeauftragten.

Die Stammdaten der Kläranlage(n) und der Verwertung sowie die Analysenergebnisse nach AbfKlärV aus den letzten 3 Jahren sind zusammen mit dem Antrag auf Gütesicherung einzureichen. Die anderen Nachweise können im Verlauf des Anerkennungsverfahrens nachgereicht werden.

Der Antrag auf Gütesicherung sowie die dazu vorliegenden Nachweise werden vom Bundesgüteausschuss (BGA) geprüft. Fällt die Prüfung positiv aus, erteilt der BGA dem Antragsteller das Recht zur Führung des Gütezeichens und stellt eine entsprechende Verleihungsurkunde aus.

Überwachungsverfahren

Das Überwachungsverfahren beginnt mit dem Datum der Bestätigung durch die BGK über das Recht zur Führung des Gütezeichens. Danach setzt sich das Überwachungsverfahren jeweils vom 1. Januar eines Jahres bis 31. Dezember eines Jahres fort.
Im Überwachungsverfahren hat der Gütezeichennehmer folgende Nachweise zu erbringen:

  • Prüfberichte der Folgebegutachtungen der Verwertung und der Erzeugung (i.d.R. alle 2 Jahre),
  • Ergebnisse der im Überwachungsverfahren jährlich durchzuführenden Untersuchungen der Abwasserschlämme, die vom beauftragten Prüflabor direkt an die BGK berichtet werden.

Fällt die Prüfung der im Überwachungsverfahren erforderlichen Nachweise durch den Bundesgüteausschuss positiv aus, bescheinigt die BGK dem Zeichennehmer das Recht zur Führung des Gütezeichens für ein weiteres Jahr.

Untersuchungen

An der Gütesicherung teilnehmende Kläranlagen sind verpflichtet, ihre Abwasserschlämme regelmäßig untersuchen zu lassen. Die im Anerkennungsverfahren erforderliche Anzahl an Untersuchungen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Untersuchungen im Anerkennungsverfahren
Anschlussgröße Menge Abwasserschlamm
in t Trockenmasse
Untersuchungen
≤ 100.000 EW ≤ 1.500 3
> 100.000 EW > 1.500 6

Im Überwachungsverfahren richtet sich die Anzahl an Untersuchungen nach der Klärschlammverordnung.

Die fristgerechte Durchführung der Untersuchungen wird von der BGK halbjährlich überprüft. Säumige Untersuchungen werden angemahnt und nachgefordert.

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