Prüfungen

Untersuchungen

An der Gütesicherung teilnehmende Kläranlagen sind verpflichtet, ihre Abwasserschlämme regelmäßig untersuchen zu lassen.
Die im Anerkennungsverfahren erforderliche Anzahl an Untersuchungen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Untersuchungen im Anerkennungsverfahren

AnschlussgrößeMenge Abwasserschlamm
in t Trockenmasse
Untersuchungen
≤ 100.000 EW≤ 1.500 3
> 100.000 EW> 1.5006

Im Überwachungsverfahren richtet sich die Anzahl an Untersuchungen nach der Klärschlammverordnung.

Die fristgerechte Durchführung der Untersuchungen wird von der BGK halbjährlich überprüft. Säumige Untersuchungen werden angemahnt und nachgefordert.

Hinweis: Untersuchungspflichten von Böden gemäß der Klärschlammverordnung sind nicht Teil des Untersuchungsumfangs der RAL-Gütesicherung AS-Düngung. Bodenuntersuchungen hat der nach der Klärschlammverordnung Verantwortliche oder damit Beauftragte Dritte im Rahmen der Eigenüberwachung separat zu veranlassen. Eine Kontrolle über die Durchführung von Bodenuntersuchungen erfolgt im Rahmen der Gütesicherung durch den Prüfbeauftragten.

Probenehmer

Probenahmen für Abwasserschlamm-Untersuchungen im Rahmen der Fremdüberwachung sind grundsätzlich von einem anerkannten Prüflabor durchzuführen. Vom Prüflabor eingesetzte Probenehmer müssen qualifiziert und neutral sein.

Die Probenahmen erfolgen nach den geltenden Rechtsbestimmungen. Eine personelle oder rechtliche Abhängigkeit zwischen Probenehmer und Gütezeichennehmer ist auszuschließen.

Prüflabore

Die BGK führt ein Verzeichnis anerkannter Prüflabore. Die Listung als Prüflabor erfolgt auf Antrag nach Maßgabe der erfolgreichen Teilnahme an regelmäßigen länderübergreifenden Ringversuchen (LÜRV A Klärschlamm).

Prüflabore sind verpflichtet die Untersuchungen gemäß den Vorgaben der Klärschlammverordnung durchzuführen oder, soweit dort nicht bestimmt, nach dem Methodenbuch der BGK durchzuführen. Die Ergebnisse sind vom Prüflabor direkt an die BGK zu berichten. Die Berichterstattung erfolgt über eine von der BGK bereitgestellte Software (ZASLab.net).

Von der BGK anerkannte Prüflabore in ihrer Nähe finden Sie hier.

Prüfung der Prozesslenkung

Gütezeichennehmer müssen über ein Prozessmodell für die Erzeugung und ein Prozessmodell für die Verwertung verfügen.

Das Prozessmodell Erzeugung enthält

  • die Darstellung des betrieblichen Ablaufs der Klärschlammgewinnung sowie
  • die im Rahmen der Eigenüberwachung vorgesehenen kritischen Kontrollpunkte, von denen besondere Risiken im Hinblick auf die Qualität der Prozesse oder der Endprodukte ausgehen können.

Das Prozessmodell Verwertung enthält

  • die Darstellung der einzelnen Prozessschritte in der Verwertungskette sowie
  • die im Rahmen der Eigenüberwachung vorgesehenen kritischen Kontrollpunkte.

Es müssen Verfahren zur Überwachung und Lenkung dieser Punkte und im Falle der Feststellung von Fehlern geeignete Maßnahmen zu ihrer Korrektur vorgesehen sein.

Die Einhaltung der Anforderungen an die Prozesslenkung werden von qualifizierten, unabhängigen und von der BGK anerkannten Prüfbeauftragten im Rahmen von Begutachtungen der Erzeugung und der Verwertung geprüft.

Prüfbeauftragte

Begutachtungen im Rahmen der Fremdüberwachung der Gütesicherung werden von anerkannten Prüfbeauftragen durchgeführt. Die Prüfbeauftragten verfügen über Sach- und Fachkunde und haben diese in regelmäßigen Abständen durch Fortbildungen zu erweitern.

Begutachtungen der gütegesicherten Erzeugung und Verwertung des Abwasserschlamms erfolgen in regelmäßigen Abständen und haben den Zweck,

  • die sich aus der Eigenüberwachung ergebenden Aufgaben und Pflichten des Gütezeichennehmers vor Ort zu überprüfen,
  • die Eigenüberwachung der teilnehmenden Kläranlagen vor Ort zu überprüfen sowie
  • eine permanente Qualitätsverbesserung zu initiieren und nachzuverfolgen.

Es wird zwischen der Begutachtung der Erzeugung und der Begutachtung der Verwertung unterschieden. Die Beauftragung der Begutachtungen obliegt dem Gütezeichennehmer.

Über die Ergebnisse von Begutachtungen erstellt der Prüfbeauftragte einen Prüfbericht, den er der BGK innerhalb eines Monats nach Durchführung der Begutachtung zur Kenntnis bringt.

Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V.

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