Bioabfälle

Mit der Kampagne „Nur Bio in die Tonne“ konnten die Fremdstoffgehalte im kommunalen Bioabfall durch konsequente Öffentlichkeitsarbeit, begleitet durch Kontrollen und Sanktionen, deutlich unter die Kontrollwerte der BioAbfV reduziert werden.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch vergibt jährlich als Schmähpreis den „Goldenen Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge des Jahres. 2021 waren unter anderem kompostierbare Kaffeekapseln und ein Fitnessriegel mit biologisch abbaubarer Verpackung Anwärter auf den Preis.

Ohne Alu und Plastik, voll kompostierbar. Genuss mit gutem Gewissen! So oder so ähnlich werben Hersteller und Inverkehrbringer von Kaffeekapseln aus biologisch abbaubaren Kunststoffen (BAK) derzeit in den Medien und auf ihren Websites.

 

Das European Compost Network (ECN) schließt die Kompostierung von Produkten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen nicht aus. Dies ist einem Positionspapier des Verbandes zu entnehmen. Die BGK hatte sich entschieden gegen das Papier ausgesprochen.

 

Stadt und Landkreis Bayreuth haben in Zusammenarbeit mit dem lokalen Rundfunksender Radio Mainwelle eine Öffentlichkeitskampagne zur Biotonne und sauberen Getrenntsammlung von Bioabfällen durchgeführt. Die Idee hatte der Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft, Dr. Peter-Michael Habermann.

 

In einem Positionspapier lehnen alle maßgeblichen Verbände der deutschen Entsorgungswirtschaft die Kompostierung von biologisch abbaubaren Kunstoffen (BAK) grundsätzlich ab.

Die Begriffe „Bioplastik“ und „biologisch abbaubar“ kennzeichnen inzwischen eine Vielzahl von Verpackungen und Produkten und sollen einen besonders umweltfreundlichen Eindruck erwecken.

Der Gehalt an Fremdstoffen in Bioabfällen kann nicht beliebig hoch sein. Welche Möglichkeiten die für die Sammlung und Verwertung von Bioabfällen zuständigen Gebietskörperschaften haben, ist nun in einer aktuellen Studie der Kanzlei Gaßner, Groth, Siederer & Coll (GGSC) untersucht worden.

Die Laubsammlung und Laubaufbereitung durch fachgerechte Kompostierung ist eine geeignete Methode zur Bekämpfung der Kastanienminiermotte. Dies wurde in Versuchen des Pflanzenschutzamtes Berlin in Kooperation mit der Technischen Fachhochschule Berlin gezeigt.

Nach den Kriterien des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) müssen Biokunststoffe vorrangig energetisch verwertet werden. Eine Verwertung über die Kompostierung oder Vergärung ist keine hochwertige Verwertung.

 

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