Kompost

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (BGK) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 06.11.2015 in München das Thema Fremdstoffe in den Fokus genommen. Es wurden Entscheidungen getroffen und Handlungserfordernisse aufgezeigt.

 

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gütegemeinschaft Kompost Region Bayern am 07.09.2015 ist die 100-ste bayerische Kompostierungsanlage der Gütesicherung beigetreten.

Bei der Behandlung von Bioabfällen ist in bestimmten Fällen der Einsatz von Hilfsmitteln erforderlich. Sie dienen z.B. der Fällung, Konditionierung oder Beeinflussung von Prozessbedingungen während der Kompostierung bzw. Vergärung. Für den Einsatz dieser Hilfsmittel sind neben der Wirksamkeit auch die nachfolgend beschriebenen Vorgaben des Dünge- und des Abfallrechts zu beachten.

Abgetragene Substrate aus der Speisepilzproduktion können künftig der RAL-Gütesicherung Kompost unterstellt werden. Voraussetzung ist, dass sie kompostiert werden oder nach einer Dämpfung noch eine Nachrotte erfolgt. Im Fall der landwirtschaftlichen Verwertung sind die geänderten Rechtsbestimmungen der BioAbfV zu beachten.

 

Quelle: H&K aktuell 10/2013

Welche praxisrelevanten Änderungen bringt die neue Bioabfallverordnung 2012 im Detail mit sich? Wo liegt der Handlungsbedarf im Einzelfall? Fragen, die sich den Betreibern von Bioabfallbehandlungsanlagen stellen und in den Praxisseminaren der Bundesgütegemeinschaft behandelt werden.

In einigen Kompostierungs- oder Biogasanlagen wird neben Energiepflanzen oder Reststoffen auch Pferdemist eingesetzt. Hierbei handelt es sich üblicherweise um Chargen, die aus der privaten Reitpferdehaltung oder von Rennbahnen bzw. aus Zuchtbetrieben stammen. Sie setzen sich meist aus größeren Anteilen Stroh gemischt mit den Exkrementen der dort gehaltenen Pferde zusammen. Für den Einsatz von solchem Pferdemist in Kompostierungs- oder Biogasanlagen ist Folgendes zu beachten.

Die Kompostierung ist eine geeignete Behandlungsmethode zur Abtötung von Pathogenen und Unkrautsamen. Voraussetzung hierfür ist eine gute und kontrollierte Rotteführung. Schon seit den Anfängen der Kompostierung stand die hygienische Unbedenklichkeit von Komposten im Fokus der Anwender. In zahlreichen Untersuchungen hierzu wurden die Anforderungen an den Behandlungsprozess zur Abtötung von Krankheitserregern oder Unkrautsamen erforscht...

 

Der forcierte Ausbau der energetischen Nutzung von Holz führt zu steigenden Mengen an Aschen, die verwertet oder beseitigt werden müssen. Bei der Verwertung auf Flächen steht die Nutzung enthaltener Pflanzennährstoffe und Kalk zum Zwecke der Düngung im Vordergrund. Aschen aus der Verbrennung von naturbelassenem Holz sind zulässige Ausgangsstoffe für Düngemittel... 

 

Nach den Vorgaben der Bioabfallverordnung muss ein Betreiber einer Kompostierungs– oder Vergärungsanlage für Bioabfälle den Wirkungsgrad seines Behandlungsverfahrens im Hinblick auf die seuchen- und phytohygienische Unbedenklichkeit nachweisen. Als Nachweisverfahren ist eine (einmalige) „direkte Prozessprüfung“ vorgesehen...


In Kompostierungs- und Biogasanlagen erzeugte Komposte und Gärrückstände werden in der Regel als organische Düngemittel abgegeben und auf Flächen verwertet. Dabei darf nicht aus dem Auge verloren werden, dass bei der Abgabe einschlägige Rechtsbestimmungen zu beachten sind. Im Falle der landwirtschaftlichen Verwertung von Komposten und Gärrückständen sind dies insbesondere die Bestimmungen der Bioabfallverordnung (BioAbfV) und der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungs-verordnung (TierNebV).

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