Bioabfälle

Vielen Biogasanlagen wird Glycerin aus der Biodieselherstellung als Einsatzstoff angeboten. Auf den ersten Blick ist dieses Material aufgrund seines hohen Gasertrags mit (800 m³/t) attraktiv. Allerdings sind spezifische abfall-, veterinär- und düngerechtliche Bestimmungen zu beachten.

 

'Velibre' hat Kaffeekapseln auf den Markt gebracht, die zu 100 % biologisch abbaubar sind. Beinahe wäre dafür der Bremer Umweltpreis verliehen worden.

 

Beim Umgang mit tierischen Nebenprodukten sind die Vorgaben des Veterinärrechts zu beachten. Für Biogas- und Kompostanlagen sind die wesentlichen Vorgaben im Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz bzw. in der –verordnung enthalten. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) überarbeitet derzeit die dortigen Regelungen.

Die Biotonne ist ein etabliertes Sammelsystem für organische Abfälle aus privaten Haushaltungen. Mit der verpflichtenden Getrenntsammlung ist einmal mehr die Frage aufgekommen, ob nicht auch gewerbliche Bioabfälle über dieses System mit erfasst werden können.

Seit 01.01.2015 ist die getrennte Sammlung von Bioabfällen in Deutschland Pflicht. Die flächendeckende Umsetzung wird jedoch nicht überall mit der notwendigen Konsequenz verfolgt. Dabei stehen in allen Bundesländern ausreichend Verarbeitungskapazitäten zur Verfügung.

Der Begriff 'Landschaftspflegematerial' ist in verschiedenen Rechtsbestimmungen mit Bezug zur Verwertung dieser Materialien genannt. Die Zuordnung einzelner Stoffe als 'Landschaftspflegematerial' ist dabei nicht immer gleich. Dies ist u.a. deshalb relevant, weil bei der Verwertung in Biogasanlagen Vergütungsansprüche berührt werden, bei denen es darauf ankommt, was unter die Begrifflichkeit fällt und was nicht.

Biotonneninhalte setzen sich aus Küchen- und Speiseabfällen sowie Grünabfällen von privaten Haushaltungen zusammen. Üblicherweise enthalten diese Materialien auch Bestandteile tierischen Ursprungs. Daher müssen bei der Verwertung von Biotonneninhalten auch die Vorgaben des Veterinärrechts beachtet werden.

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) hat eine neue Position zu 'Biokunststoffen' herausgegeben. Darin bekräftigt die BGK ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Verwertung dieser Stoffe auf dem Wege der Kompostierung.

In der Ausgabe 6-2012 der H&K wurde im Zusammenhang mit der Kompostierbarkeit von ‚Bioplastik-Tüten‘ über den Streit der deutschen Umwelthilfe mit namhaften Handelsketten berichtet. Inzwischen hatte der Vorgang auch ein juristisches Nachspiel.

 

Quelle: H&K aktuell 03/2014

Der Verband der Humus- und Erdenwirtschaft (VHE) hat ein Stellungnahme zur Erfassung und Verwertung von biologisch abbaubaren Kunststoffen über die Biotonne herausgegeben.

 

Quelle: H&K aktuell 03/2014

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