Ausgangsstoffe

Reste aus der Holzvergasung sind i.d.R. Abfälle, die vom jeweiligen Anlagenbetreiber abfallrechtlich einzustufen und ordnungsgemäß zu entsorgen sind. Gemäß der Abfallhierarchie hat die Verwertung Vorrang vor der Beseitigung. Vor diesem Hintergrund werden Reste aus der Holzvergasung z.B. auch Kompostierungsanlagen angedient.

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) fordert die Gewährleistung einer ausreichenden Sortenreinheit von Bioabfällen aus der getrennten Sammlung. Saubere Bioabfälle sind die Voraussetzung für hochwertige Komposte und Gärprodukte. In der Verantwortung werden in erster Linie die Abfallerzeuger sowie die für die Erfassungssysteme zuständigen Gebietskörperschaften gesehen.

Der forcierte Ausbau der energetischen Nutzung von Holz zur Energieversorgung führt zu steigenden Mengen an Aschen, die der Ascheerzeuger bei entsprechender Eignung nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu verwerten hat.

Buchsbaumzünsler

Der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) hat sich in Deutschland etabliert und verursacht auch in diesem Jahr wieder massive Fraßschäden an Buchsbäumen und -hecken. Beim Herausschneiden von befallenen Pflanzenteilen oder Entfernen von Buchspflanzungen stellt sich die Frage, ob diese über die Kompostierung schadlos zu verwerten sind.

Bei Systemen der getrennten Sammlung ist die nachhaltige Sortenreinheit der erfassten Stoffe von großer Bedeutung. Dies gilt auch für Bioabfälle. Nicht selten wird nach Einführung der Biotonne die Sortenreinheit des Biogutes bei nachlassender Öffentlichkeitsarbeit von Jahr zu Jahr schlechter.

Die Biotonne ist ein etabliertes Sammelsystem für organische Abfälle aus privaten Haushaltungen. Mit der verpflichtenden Getrenntsammlung ist einmal mehr die Frage aufgekommen, ob nicht auch gewerbliche Bioabfälle über dieses System mit erfasst werden können.

Der Begriff 'Landschaftspflegematerial' ist in verschiedenen Rechtsbestimmungen mit Bezug zur Verwertung dieser Materialien genannt. Die Zuordnung einzelner Stoffe als 'Landschaftspflegematerial' ist dabei nicht immer gleich. Dies ist u.a. deshalb relevant, weil bei der Verwertung in Biogasanlagen Vergütungsansprüche berührt werden, bei denen es darauf ankommt, was unter die Begrifflichkeit fällt und was nicht.

Mit dem zunehmenden Ausbau der energetischen Nutzung von Holz fallen entsprechende Mengen an Holzaschen an, die entsorgt werden müssen. Solche Aschen werden u.a. Betreibern von Kompostierungsanlagen zur Zumischung bei der Kompostierung angeboten.

Bei der Verwertung von Grünabfällen werden holzige Anteile teilweise separiert und als Brennstoff abgegeben. Die bei der thermischen Nutzung von diesen und anderen biogenen Brennstoffen anfallende Holzasche wird u.a. Betreibern von Kompostierungsanlagen zur Zumischung bei der Kompostierung angeboten. Da Holzaschen unterschiedliche Verwertungs- und Entsorgungswege gehen können, wird empfohlen, nur qualitätsgesicherte Holzasche anzunehmen.

Qulle: H&K aktuell 04/2013

Mit der Novelle der Düngemittelverordnung (DüMV) ist Biofiltermaterial aus betriebseigenen Kompostierungs- und Vergärungsanlagen als Ausgangsstoff für Düngemittel wieder zulässig.

Quelle. H&K aktuell 12/2012

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