Getrennte Sammlung

Zur getrennten Sammlung gehören auch die Feststellung des Trennverhaltens des Bürgers und die Identifikation von Biotonnen mit Verunreinigungen. Im Landkreis Kitzingen werden dazu Kampagnen mit Sichtkontrollen durchgeführt.

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist seit 1. Januar 2015 verpflichtend. Einzelne Gebietskörperschaften haben die Getrenntsammlung allerdings bis heute nicht eingeführt. Baden-Württemberg greift jetzt zu härteren Bandagen.

In einem Pilotprojekt verteilte die Stadtreinigung Hamburg von Januar bis März 2017 kostenlose Biotüten aus Papier auf einem Wochenmarkt in Hamburg-Niendorf. Das Besondere an den Tüten ist ihre Wachsbeschichtung, die auch in feuchtem Zustand für Stabilität sorgt und darüber hinaus problemlos kompostierbar ist.

Der Abfalltechnikausschuss (ATA) der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat sich dafür ausgesprochen, dass Bioabfälle aus der getrennten Sammlung weniger als 1 % Fremdstoffe aufweisen sollten.

Eine vom VHE-Nord im November 2016 vorgelegte Studie befasst sich mit der aktuellen Situation sowie den Perspektiven der Bioabfallverwertung im nördlichsten Bundesland.

Die sortenreine Erfassung von Bio- und Grüngut sollte schon bei der Ausschreibung verankert werden. Dies sieht eine vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) erarbeitete Empfehlung vor.

Die neue EdDE-Studie beschreibt qualitative Einflussgrößen auf die getrennte Bioguterfassung und erläutert Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen. Besondere Berücksichtigung finden Fremdstoffe, die eine Behandlung und Verwertung von Bioabfällen erschweren und die Güte des Produktes beeinträchtigen können.

Um Verunreinigungen der Biotonne entgegenzuwirken wurde seitens der RegioEntsorgung AöR (Kommunalunternehmen) und der AWA Entsorgung GmbH (Betreiber einer kombinierten Vergärungs- und Kompostierungsanlage) ein Projekt durchgeführt mit dem Ziel, in der Biotonne enthaltene Fremdstoffe zu bewerten und die Sortenreinheit der erfassten Bioabfälle durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern.

Die Biotonne ist ein etabliertes Sammelsystem für organische Abfälle aus privaten Haushaltungen. Mit der verpflichtenden Getrenntsammlung ist einmal mehr die Frage aufgekommen, ob nicht auch gewerbliche Bioabfälle über dieses System mit erfasst werden können.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat im Januar 2015 seinen Abschlussbericht über die "Verpflichtende Umsetzung der Getrenntsammlung von Bioabfällen" herausgegeben.

Die flächendeckende Sammlung von Bioabfällen ist gemäß § 11 Kreislaufwirtschaftsgesetz ab dem 1.1.2015 Pflicht.

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